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Glossar: Digitalisierung, Software und Schnittstellen einfach erklärt

Die wichtigsten Begriffe rund um Websites, Portale, Schnittstellen und Automatisierung — jeweils kurz erklärt und mit einem Beispiel, wie das im Alltag kleiner und mittlerer Betriebe aussieht.

Themenfeld

Schnittstellen & Integration

API / Schnittstelle

Eine API (Application Programming Interface, deutsch: Programmierschnittstelle) ist eine festgelegte Schnittstelle, über die ein Programm Daten mit einem anderen austauscht und dessen Funktionen nutzt. Sie bestimmt, welche Anfragen erlaubt sind und in welchem Format die Antworten kommen. So arbeiten etwa Website, CRM und Buchhaltung automatisch zusammen, ohne dass jemand Daten von Hand überträgt.

Typisches Beispiel · Ein Handwerksbetrieb lässt jede Anfrage aus dem Website-Formular über die API seiner Auftragssoftware direkt als Vorgang anlegen, statt sie aus dem Postfach zu übertragen.

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CRM

Ein CRM (Customer-Relationship-Management-System) ist eine Software, in der ein Unternehmen Kontakte, Anfragen, Angebote und Gespräche mit Kunden und Interessenten an einer Stelle verwaltet. So sieht jeder im Team, wer wann was mit einem Kunden besprochen hat und welcher nächste Schritt ansteht.

Typisches Beispiel · Ein Immobilienbüro lässt jede Website-Anfrage automatisch als Kontakt mit Herkunft und Wunschobjekt im CRM anlegen, sodass der Vertrieb sofort nachfassen kann.

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Datensynchronisation

Die Datensynchronisation ist der automatische Abgleich von Daten zwischen zwei oder mehr Systemen, sodass dieselbe Information überall auf demselben Stand ist. Sie läuft in festen Abständen oder ereignisgesteuert, sobald sich ein Datensatz ändert. Wichtig ist eine klare Regel, welches System bei Widersprüchen führend ist.

Typisches Beispiel · Ein Immobilienbüro lässt die Objektdaten aus seiner Maklersoftware regelmäßig mit der Website abgleichen, sodass ein verkauftes Objekt dort automatisch verschwindet.

DATEV-Schnittstelle

Eine DATEV-Schnittstelle ist eine Verbindung, über die Buchungs- und Belegdaten aus einer anderen Software in die Programme von DATEV gelangen, mit denen viele Steuerberatungen in Deutschland arbeiten. Üblich sind Exporte im DATEV-Format und die digitale Übermittlung von Belegen, damit die Steuerberatung nichts erneut erfassen muss.

Typisches Beispiel · Ein Malerbetrieb exportiert seine Ausgangsrechnungen samt Buchungsdaten aus der Auftragssoftware im DATEV-Format, statt die Belege für die Steuerberatung einzeln zusammenzusuchen.

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EDI / EDIFACT

EDI (Electronic Data Interchange) ist der automatische Austausch strukturierter Geschäftsdokumente wie Bestellungen, Lieferavise und Rechnungen zwischen den Systemen von Geschäftspartnern, häufig im Nachrichtenstandard EDIFACT der Vereinten Nationen. Für einzelne Branchen gibt es Teilmengen von EDIFACT, etwa EANCOM im Handel.

Typisches Beispiel · Ein Zulieferer empfängt die Bestellungen eines großen Handelskunden per EDI und schickt Lieferavis und Rechnungen auf demselben Weg zurück, ohne dass jemand Formulare ausfüllt.

ERP

Ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) ist eine Unternehmenssoftware, die zentrale Geschäftsprozesse wie Einkauf, Lager, Auftragsabwicklung, Rechnungsstellung und oft auch Buchhaltung in einer gemeinsamen Datenbasis abbildet. Ziel ist, dass jede Information nur einmal erfasst wird und allen Abteilungen zur Verfügung steht.

Typisches Beispiel · Ein Großhändler bindet sein Bestellportal an das ERP an, damit Bestellungen direkt als Auftrag ankommen und Kunden den aktuellen Lieferstatus sehen.

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Idempotenz

Idempotenz ist die Eigenschaft eines Vorgangs, bei einmaliger und bei mehrfacher Ausführung dasselbe Ergebnis zu liefern. Bei Schnittstellen ist das wichtig, weil Nachrichten bei Verbindungsproblemen erneut gesendet werden: Ein idempotent gebauter Empfänger erkennt die Wiederholung und legt zum Beispiel keine doppelte Rechnung an.

Typisches Beispiel · Schickt ein Formular eine Anfrage wegen eines Netzaussetzers doppelt an das CRM, erkennt dieses die Wiederholung an einer eindeutigen Kennung und legt nur einen Kontakt an.

Middleware

Eine Middleware ist eine Software, die zwischen verschiedenen Anwendungen vermittelt: Sie nimmt Daten aus einem System entgegen, wandelt sie bei Bedarf in ein anderes Format um und gibt sie an das nächste System weiter. So lassen sich Programme verbinden, deren Schnittstellen nicht direkt zueinander passen.

Typisches Beispiel · Zwischen Website, CRM und Buchhaltung sorgt eine schlanke Middleware dafür, dass eine Anfrage nur einmal erfasst und in jedem System im passenden Format angelegt wird.

REST API

Eine REST API ist eine Programmierschnittstelle nach dem Architekturstil REST (Representational State Transfer), die über das Webprotokoll HTTP angesprochen wird. Jede Ressource, etwa ein Kunde oder ein Auftrag, hat eine eigene Adresse; gelesen, angelegt, geändert und gelöscht wird mit Standardmethoden wie GET, POST, PUT und DELETE. Die Daten werden meist im Format JSON übertragen.

Typisches Beispiel · Ein Kundenportal fragt über die REST API des ERP die offenen Rechnungen eines Kunden ab und zeigt sie ihm an, ohne dass jemand im Büro nachsehen muss.

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Webhook

Ein Webhook ist eine automatische Benachrichtigung zwischen zwei Programmen: Tritt in System A ein Ereignis ein, etwa eine neue Anfrage, ruft A sofort eine vereinbarte Adresse von System B auf und übergibt die Daten. Anders als bei einer regelmäßigen API-Abfrage muss B nicht ständig nachfragen, ob es Neues gibt.

Typisches Beispiel · Ein Website-Formular meldet jede neue Anfrage per Webhook an das CRM; eine Signatur belegt dabei, dass die Nachricht wirklich vom Formular stammt.

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Themenfeld

Portale & Web-Apps

Kundenportal

Ein Kundenportal ist ein geschützter Online-Bereich, in dem Kunden nach der Anmeldung ihre eigenen Daten einsehen und Vorgänge selbst erledigen, etwa Auftragsstatus, Dokumente, Rechnungen oder Termine. Es ersetzt Rückfragen per Telefon und E-Mail durch einen jederzeit erreichbaren, aktuellen Stand.

Typisches Beispiel · Käufer einer Neubauwohnung sehen im Kundenportal den Baufortschritt, ihre Unterlagen und offene Entscheidungen zu Sonderwünschen, statt beim Bauträger nachzufragen.

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Lastenheft und Pflichtenheft

Ein Lastenheft beschreibt aus Sicht des Auftraggebers, was eine Software leisten soll und welche Anforderungen sie erfüllen muss; das Pflichtenheft ist die Antwort des Auftragnehmers und legt fest, wie und womit diese Anforderungen umgesetzt werden. Beide zusammen bilden die Grundlage für Angebot, Umsetzung und Abnahme.

Typisches Beispiel · Ein Bauträger beschreibt im Lastenheft seine Abläufe vom Einheitenspiegel bis zum Ratenabruf, und das Pflichtenheft legt daraufhin fest, welche Masken, Prüfungen und Schnittstellen entstehen.

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Mandantenfähigkeit

Mandantenfähigkeit ist die Eigenschaft einer Software, mehrere Kunden oder Organisationen, sogenannte Mandanten, in einer gemeinsamen Installation zu bedienen und deren Daten dabei strikt voneinander zu trennen. Im Englischen spricht man von Multi-Tenancy. Jeder Mandant sieht nur seine eigenen Daten, Nutzer und Einstellungen.

Typisches Beispiel · Eine Plattform für mehrere Betriebe einer Branche läuft als eine Installation, doch jeder Betrieb sieht nur seine eigenen Kunden, Aufträge und Mitarbeiter.

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Progressive Web App (PWA)

Eine Progressive Web App (PWA) ist eine Web-App, die sich wie eine installierte App verhält: Sie lässt sich auf dem Startbildschirm ablegen, startet ohne Browserleiste in einem eigenen Fenster und kann je nach Umsetzung Daten auch ohne Netz zwischenspeichern. Ausgeliefert wird sie trotzdem über den Browser und muss nicht über einen App-Store verteilt werden.

Typisches Beispiel · Monteure legen sich die Auftrags-App auf den Startbildschirm und erfassen Fotos und Notizen auch im Keller ohne Empfang; übertragen wird, sobald wieder Netz da ist.

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SaaS

SaaS (Software as a Service) ist ein Bereitstellungsmodell, bei dem eine Software beim Anbieter betrieben und über das Internet genutzt wird, meist direkt im Browser. Abgerechnet wird in der Regel als Abonnement, etwa pro Nutzer und Monat; Installation, Updates und Serverbetrieb übernimmt der Anbieter.

Typisches Beispiel · Ein kleiner Betrieb nutzt für Buchhaltung und Terminplanung zwei Standardprogramme als SaaS und lässt nur die Verbindung zwischen beiden per Schnittstelle einrichten.

Self-Service-Portal

Ein Self-Service-Portal ist ein Online-Angebot, über das Kunden, Partner oder Mitarbeiter wiederkehrende Anliegen selbst erledigen, ohne auf einen Ansprechpartner zu warten, zum Beispiel Termine buchen, Formulare einreichen oder Dokumente hochladen. Es entlastet das Team bei Standardanfragen und ist rund um die Uhr erreichbar.

Typisches Beispiel · Frachtführer laden ihre Ablieferbelege über einen Link selbst hoch, auch vom Smartphone und ohne eigenes Konto, und der Beleg landet direkt beim richtigen Auftrag.

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Single Sign-On (SSO)

Single Sign-On (SSO) ist ein Anmeldeverfahren, bei dem sich ein Nutzer einmal anmeldet und danach ohne erneute Passworteingabe auf mehrere Anwendungen zugreift. Die Anmeldung übernimmt ein zentraler Identitätsdienst, etwa über Standards wie SAML oder OpenID Connect. Das verringert die Zahl der Passwörter und erleichtert es, Zugänge zentral zu sperren.

Typisches Beispiel · Scheidet ein Mitarbeiter aus, sperrt der Betrieb nur sein zentrales Konto, und damit endet auch sein Zugang zu Portal, CRM und E-Mail.

Web-App

Eine Web-App ist eine Anwendung, die im Browser läuft und nicht auf dem Gerät installiert werden muss. Sie funktioniert auf Computer, Tablet und Smartphone gleichermaßen, und Updates stehen allen Nutzern sofort zur Verfügung. Anders als eine reine Informations-Website verarbeitet sie Eingaben, speichert Daten und bildet ganze Arbeitsabläufe ab.

Typisches Beispiel · Ein Bauunternehmen plant seine Teams in einer Web-App, die das Büro am Bildschirm und die Vorarbeiter auf dem Smartphone nutzen — mit demselben aktuellen Stand.

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Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist ein Anmeldeverfahren, bei dem neben dem Passwort ein zweiter Nachweis nötig ist, etwa ein Einmalcode aus einer Authenticator-App oder ein Sicherheitsschlüssel. Wird das Passwort gestohlen, reicht es dann allein nicht für den Zugang.

Typisches Beispiel · Wer sich im Kundenportal von einem neuen Gerät aus anmeldet, bestätigt die Anmeldung zusätzlich mit einem Code aus der Authenticator-App auf dem Smartphone.

Themenfeld

Automatisierung & KI

Chatbot

Ein Chatbot ist ein Programm, das in Textform mit Menschen kommuniziert, etwa auf einer Website oder in einem Messenger. Einfache Chatbots folgen festen Regeln, neuere nutzen Sprachmodelle und antworten frei formuliert. Im Unternehmen kommt es darauf an, worauf sich die Antworten stützen und wann an einen Menschen übergeben wird.

Typisches Beispiel · Ein als KI gekennzeichneter Chatbot auf der Website beantwortet Fragen zu Leistungen und Einzugsgebiet und gibt alles, was er nicht sicher beantworten kann, als Anfrage an das Team weiter.

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Halluzination (KI)

Eine Halluzination ist eine Antwort eines KI-Sprachmodells, die überzeugend klingt, aber sachlich falsch oder frei erfunden ist, etwa eine nicht existierende Quelle oder eine falsche Zahl. Sie entsteht, weil das Modell wahrscheinliche Formulierungen erzeugt, ohne Fakten zu prüfen. Abhilfe schaffen geprüfte Datenquellen, klare Grenzen und eine Kontrolle durch Menschen.

Typisches Beispiel · Liest eine KI Preise aus einer PDF-Preisliste aus, zeigt sie die Werte nur als Vorschlag an, und gespeichert wird erst, wenn ein Mensch sie geprüft hat.

KI-Agent

Ein KI-Agent ist ein Programm auf Basis eines Sprachmodells, das eine Aufgabe in mehreren Schritten selbstständig bearbeitet: Er plant das Vorgehen, nutzt Werkzeuge wie Suchfunktionen oder Schnittstellen und prüft Zwischenergebnisse. Im Unternehmen arbeitet ein KI-Agent sinnvollerweise mit klaren Grenzen und legt wichtige Entscheidungen einem Menschen vor.

Typisches Beispiel · Ein KI-Agent liest eingehende Frachtangebote aus Mails, gleicht sie mit offenen Aufträgen ab und legt dem Disponenten einen Vorschlag vor; den Auftrag vergibt der Mensch.

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Large Language Model (LLM)

Ein Large Language Model (LLM, deutsch: großes Sprachmodell) ist ein KI-Modell, das mit sehr großen Textmengen trainiert wurde und Sprache verarbeiten und erzeugen kann. Es berechnet, welche Wörter in einem Zusammenhang wahrscheinlich folgen, und kann so Texte zusammenfassen, übersetzen, beantworten oder strukturieren. LLMs sind die Grundlage moderner KI-Chatbots und KI-Agenten.

Typisches Beispiel · Ein Sprachmodell fasst eine lange Kundenanfrage in wenigen Zeilen zusammen und schlägt eine Antwort vor, die ein Mitarbeiter prüft und abschickt.

Medienbruch

Ein Medienbruch entsteht, wenn Informationen auf dem Weg durch einen Ablauf das Medium wechseln müssen, zum Beispiel wenn Angaben aus einer E-Mail von Hand in eine Excel-Liste und später in die Buchhaltung übertragen werden. Jeder Wechsel kostet Zeit und ist eine Fehlerquelle.

Typisches Beispiel · Anfragen, die direkt aus dem Formular strukturiert im System landen, ersparen das Abtippen aus dem Postfach — der Ablauf wird medienbruchfrei.

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OCR (Texterkennung)

OCR (Optical Character Recognition, deutsch: optische Zeichenerkennung) ist ein Verfahren, das Text in Bildern und gescannten Dokumenten erkennt und in bearbeitbaren, durchsuchbaren Text umwandelt. Neuere Verfahren lesen nicht nur Zeichen, sondern ordnen auch Felder wie Rechnungsnummer, Datum oder Betrag zu.

Typisches Beispiel · Ein fotografierter Lieferschein wird per OCR ausgelesen, und Lieferant, Datum und Positionen stehen als Vorschlag im System, statt abgetippt zu werden.

Prozessautomatisierung

Die Prozessautomatisierung ist die Übertragung wiederkehrender Arbeitsschritte eines Geschäftsablaufs an Software, die sie ohne Handarbeit ausführt, etwa das Anlegen eines Kunden, das Versenden einer Bestätigung oder die Weitergabe von Daten an die Buchhaltung. Menschen greifen nur noch dort ein, wo eine Entscheidung nötig ist.

Typisches Beispiel · Nach einer Online-Terminbuchung erhält der Kunde automatisch eine Bestätigung, der Termin steht im Kalender des Teams, und vor dem Termin geht eine Erinnerung hinaus.

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RPA (Robotic Process Automation)

RPA (Robotic Process Automation) ist eine Form der Automatisierung, bei der ein Software-Roboter die Bedienoberfläche anderer Programme wie ein Mensch nutzt: Er klickt, kopiert und füllt Felder aus. RPA kommt vor allem dort zum Einsatz, wo Systeme keine Schnittstelle haben; ändert sich die Oberfläche, muss der Ablauf angepasst werden.

Typisches Beispiel · Weil ein älteres Branchenprogramm keine Schnittstelle bietet, überträgt ein Software-Roboter neue Aufträge über die Bildschirmmaske, bis eine echte Anbindung möglich ist.

Themenfeld

Marketing & Leads

Conversion API (Meta)

Die Conversion API von Meta (offiziell „Conversions API“) ist eine Schnittstelle, über die ein Unternehmen Ereignisse wie eine Anfrage oder einen Kauf direkt von seinem Server an Meta übermittelt, statt nur über ein Skript im Browser. Sie ergänzt das Meta Pixel und ist weniger anfällig für Browser-Einschränkungen. Auch hier ist in der Regel eine Einwilligung der Besucher nötig.

Typisches Beispiel · Erst wenn aus einem Anzeigenklick eine echte Anfrage auf der Website wird, meldet der Server dieses Ereignis an Meta, damit die Kampagne auf tatsächliche Anfragen hin optimiert wird.

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Conversion Rate

Die Conversion Rate (Konversionsrate) ist der Anteil der Besucher einer Website oder Anzeige, die eine gewünschte Aktion ausführen, etwa eine Anfrage senden oder etwas kaufen. Sie ergibt sich aus der Zahl der Conversions geteilt durch die Zahl der Besucher und wird meist in Prozent angegeben.

Typisches Beispiel · Ein Sanitärbetrieb ersetzt ein langes Kontaktformular durch eine kurze Abfrage in wenigen Schritten und vergleicht danach, ob anteilig mehr Besucher eine Anfrage absenden.

Landingpage

Eine Landingpage ist eine einzelne Webseite, die auf genau ein Ziel ausgerichtet ist, zum Beispiel eine Anfrage oder eine Anmeldung, und auf die Besucher meist über eine Anzeige oder einen Link gelangen. Sie verzichtet auf Ablenkungen wie eine umfangreiche Navigation und führt mit einer klaren Botschaft zur gewünschten Aktion.

Typisches Beispiel · Für eine Anzeigenkampagne zur Badsanierung führt jeder Klick auf eine eigene Landingpage mit Beispielen, Ablauf und kurzem Anfrageformular statt auf die Startseite.

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Lead

Ein Lead ist ein Kontakt, der Interesse an einem Angebot gezeigt und dabei seine Kontaktdaten hinterlassen hat, zum Beispiel über ein Anfrageformular, einen Rückrufwunsch oder eine Werbeanzeige. Ein Lead ist noch kein Kunde, sondern ein Interessent, mit dem der Vertrieb ins Gespräch kommen kann.

Typisches Beispiel · Eine Anfrage über das Website-Formular kommt als Lead mit Angaben zu Vorhaben, Ort und Herkunft an, sodass der Betrieb gezielt zurückrufen kann.

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Lead-Scoring

Lead-Scoring ist ein Verfahren, bei dem Interessenten anhand festgelegter Merkmale und ihres Verhaltens Punkte erhalten, um ihre Abschlusswahrscheinlichkeit einzuschätzen. Bewertet werden etwa die Vollständigkeit der Anfrage, das Vorhaben oder wiederholte Besuche. So kümmert sich der Vertrieb zuerst um die vielversprechendsten Kontakte.

Typisches Beispiel · Eine Anfrage mit Angaben zum Umfang, genauem Ort und Wunschtermin erhält eine höhere Bewertung als eine Nachricht ohne Angaben und wird zuerst bearbeitet.

Leadmanagement

Leadmanagement ist der gesamte Prozess vom Erfassen eines Interessenten über seine Qualifizierung und Weiterleitung bis zur Übergabe an den Vertrieb oder zum Abschluss. Ziel ist, dass keine Anfrage liegen bleibt, jede beim richtigen Ansprechpartner landet und nachvollziehbar ist, was mit ihr geschehen ist.

Typisches Beispiel · Jede neue Anfrage erhält automatisch einen Status und einen Zuständigen, und bleibt sie zu lange unbearbeitet, erinnert das System daran.

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Marketing Automation

Marketing Automation ist der Einsatz von Software, die wiederkehrende Marketing-Aufgaben automatisch ausführt, etwa Willkommens-Mails, Erinnerungen, das Veröffentlichen geplanter Beiträge oder das Zusammenführen von Kennzahlen. Die Abläufe werden einmal festgelegt und starten dann durch Auslöser wie eine neue Anmeldung oder einen bestimmten Zeitpunkt.

Typisches Beispiel · Wer sich auf der Website für Informationen zu einem Neubauprojekt einträgt, erhält automatisch eine Bestätigung und einige Tage später die aktuellen Unterlagen.

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Meta Pixel

Das Meta Pixel ist ein Code-Schnipsel von Meta, der auf einer Website eingebunden wird und Besuche sowie Aktionen wie abgesendete Formulare an Meta meldet. Damit lassen sich Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram messen und gezielter ausspielen. Weil dabei Nutzungsdaten an Meta fließen, ist in der Regel eine Einwilligung der Besucher nötig.

Typisches Beispiel · Das Pixel lädt erst, wenn ein Besucher im Cookie-Banner zugestimmt hat, und meldet dann, welche Anzeige zu einer Anfrage geführt hat.

UTM-Parameter und Attribution

UTM-Parameter sind Zusätze an einer Web-Adresse, etwa utm_source, utm_medium oder utm_campaign, die anzeigen, über welche Quelle, welches Medium und welche Kampagne ein Besucher auf eine Website gekommen ist. Sie sind eine Grundlage der Attribution, also der Zuordnung eines Erfolgs wie einer Anfrage zu der Werbemaßnahme, die ihn ausgelöst hat. Gesetzt werden sie beim Erstellen eines Links, etwa für eine Anzeige oder einen Newsletter.

Typisches Beispiel · Das Anfrageformular übernimmt die UTM-Parameter unsichtbar in jede Anfrage, sodass der Betrieb sieht, ob ein Kunde über eine Anzeige, den Newsletter oder den Link im Google-Unternehmensprofil kam.

Themenfeld

Website & Sichtbarkeit

Barrierefreiheit (BFSG)

Barrierefreiheit bedeutet, dass digitale Angebote auch für Menschen mit Behinderungen grundsätzlich ohne fremde Hilfe nutzbar sind, etwa mit Screenreader oder nur per Tastatur. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verlangt das für bestimmte Produkte, die nach dem 28. Juni 2025 in Verkehr gebracht werden, und für bestimmte Dienstleistungen für Verbraucher wie Online-Shops. Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen ausgenommen.

Typisches Beispiel · Eine Website wird mit ausreichenden Kontrasten, Bedienung per Tastatur und beschrifteten Formularfeldern gebaut, sodass auch ein Screenreader das Anfrageformular vorlesen kann.

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CMS (Content-Management-System)

Ein CMS (Content-Management-System) ist eine Software, mit der sich Inhalte einer Website wie Texte, Bilder und Seiten ohne Programmierkenntnisse anlegen und ändern lassen. Inhalt und Gestaltung sind dabei getrennt: Redakteure pflegen die Inhalte in einer Eingabemaske, das Layout bleibt einheitlich.

Typisches Beispiel · Ein Handwerksbetrieb trägt neue Referenzfotos und Stellenanzeigen selbst im CMS ein, und die Seiten erscheinen sofort im gewohnten Design.

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Core Web Vitals

Die Core Web Vitals sind drei Kennzahlen, mit denen Google die Nutzererfahrung einer Webseite misst: Largest Contentful Paint (LCP) für die Ladezeit des größten Inhalts, Interaction to Next Paint (INP) für die Reaktion auf Eingaben und Cumulative Layout Shift (CLS) für die optische Stabilität. Google berücksichtigt sie als Teil der Seitenerfahrung.

Typisches Beispiel · Damit sich beim Laden nichts verschiebt, bekommen Bilder feste Abmessungen, und das große Titelbild wird in einem modernen Format und passender Größe zuerst geladen.

Google-Unternehmensprofil

Das Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist ein kostenloser Eintrag, mit dem ein Unternehmen in der Google-Suche und in Google Maps mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen erscheint. Für die lokale Sichtbarkeit zählt unter anderem, dass Kategorie, Website-Adresse und Kontaktdaten stimmen und zur Website passen.

Typisches Beispiel · Ein Handwerksbetrieb wählt im Unternehmensprofil die Kategorie, die seine Leistung genau trifft, verlinkt die richtige Website und beantwortet neue Bewertungen zeitnah.

Honeypot (Spamschutz)

Ein Honeypot ist im Spamschutz ein für Menschen unsichtbares Formularfeld, das viele automatisierte Programme (Bots) trotzdem ausfüllen, weil sie jedes Feld befüllen. Ist das Feld beim Absenden gefüllt, wird die Nachricht als Spam aussortiert. Ein Honeypot kommt ohne Bilderrätsel aus und ist meist eine von mehreren Schutzschichten.

Typisches Beispiel · Auch das Kontaktformular dieser Website enthält ein solches unsichtbares Feld: Füllt ein Bot es aus, wird die Nachricht aussortiert.

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llms.txt

Die llms.txt ist eine Textdatei im Markdown-Format, die im Hauptverzeichnis einer Website liegt und KI-Systemen eine kompakte Übersicht über das Angebot und die wichtigsten Seiten gibt. Es handelt sich um einen offenen Vorschlag, keinen verbindlichen Standard; ob und wie KI-Dienste die Datei auswerten, entscheiden deren Betreiber.

Typisches Beispiel · Auch diese Website stellt eine llms.txt bereit, die das Unternehmen kurz beschreibt und auf die Leistungs- und Wissensseiten verlinkt.

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Local SEO

Local SEO ist die Suchmaschinenoptimierung für Suchanfragen mit Ortsbezug, etwa „Elektriker Regensburg“ oder „Dachdecker in der Nähe“. Dazu gehören ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, einheitliche Angaben zu Name, Adresse und Kontakt im Netz, Inhalte mit Bezug zur Region und Bewertungen.

Typisches Beispiel · Ein Elektrobetrieb nennt auf seiner Website die Orte, in denen er tatsächlich arbeitet, und hält Name, Adresse und Kontaktdaten überall gleich, vom Unternehmensprofil über Branchenverzeichnisse bis zum Impressum.

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Responsive Design

Responsive Design ist eine Gestaltungsweise für Websites, bei der sich Layout, Schriftgrößen und Bilder automatisch an die Bildschirmgröße des jeweiligen Geräts anpassen, vom Smartphone bis zum großen Monitor. Statt getrennter Mobil- und Desktop-Versionen gibt es eine Website, die überall gut lesbar und bedienbar ist.

Typisches Beispiel · Auf dem Smartphone rücken Leistungen und Formular untereinander, Knöpfe werden groß genug für den Daumen, und Bilder laden nur in der Größe, die das Gerät braucht.

Strukturierte Daten (Schema.org)

Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Zusatzangaben im Code einer Webseite, die Suchmaschinen und KI-Systemen sagen, worum es auf der Seite geht, etwa um ein Unternehmen, eine Dienstleistung oder häufige Fragen. Üblich ist das Vokabular von Schema.org im Format JSON-LD. Suchmaschinen können solche Daten zum Beispiel für erweiterte Suchergebnisse nutzen.

Typisches Beispiel · Die Website eines Betriebs beschreibt sich in strukturierten Daten mit Name, Adresse, Leistungen und Einzugsgebiet, sodass Suchmaschinen diese Angaben eindeutig zuordnen können.

Themenfeld

Betrieb & Sicherheit

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist ein Vertrag nach Art. 28 DSGVO zwischen einem Unternehmen und einem Dienstleister, der personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung des Unternehmens verarbeitet. Er regelt unter anderem Gegenstand, Art der Daten, Schutzmaßnahmen und den Einsatz weiterer Auftragsverarbeiter und kann auch elektronisch geschlossen werden.

Typisches Beispiel · Bevor ein Betrieb ein Online-Werkzeug für Newsletter oder Terminbuchung einsetzt, schließt er mit dessen Betreiber einen AVV und legt ihn zu seinen Datenschutzunterlagen.

Backup

Ein Backup ist eine Sicherungskopie von Daten, mit der sich ein früherer Stand nach einem Defekt, einem Bedienfehler oder einem Angriff wiederherstellen lässt. Bewährt hat sich die 3-2-1-Regel: drei Kopien auf zwei verschiedenen Speichermedien, eine davon an einem anderen Ort. Verlässlich ist ein Backup erst, wenn die Wiederherstellung getestet wurde.

Typisches Beispiel · Die Datenbank eines Portals wird jede Nacht automatisch gesichert, eine Kopie liegt an einem zweiten Standort, und die Wiederherstellung wird regelmäßig probeweise durchgespielt.

CI/CD

CI/CD (Continuous Integration und Continuous Delivery oder Deployment) ist ein Vorgehen in der Softwareentwicklung, bei dem jede Änderung automatisch getestet und anschließend automatisiert auf Test- oder Liveserver ausgeliefert wird. Fehler fallen so früh auf, und Updates erreichen die Nutzer in kleinen, überprüfbaren Schritten statt in seltenen großen Paketen.

Typisches Beispiel · Bevor eine Änderung am Kundenportal live geht, laufen automatisch alle Tests, und nur wenn sie bestanden sind, wird die neue Version ausgeliefert.

DSGVO

Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist eine Verordnung der Europäischen Union, die seit dem 25. Mai 2018 in allen Mitgliedstaaten regelt, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen. Sie verlangt unter anderem eine Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung, Transparenz gegenüber den Betroffenen und angemessene technische und organisatorische Schutzmaßnahmen.

Typisches Beispiel · Ein Anfrageformular fragt nur ab, was für die Bearbeitung nötig ist, verweist auf die Datenschutzerklärung und speichert die Angaben nicht länger als erforderlich.

Hosting in Deutschland

Hosting in Deutschland bedeutet, dass die Server, auf denen eine Website oder Anwendung und ihre Daten liegen, in Rechenzentren in Deutschland stehen. Für den Datenschutz ist das relevant, weil die DSGVO für Übermittlungen personenbezogener Daten in Länder außerhalb von EU und EWR zusätzliche Voraussetzungen stellt. Der Serverstandort allein macht eine Anwendung aber noch nicht datenschutzkonform.

Typisches Beispiel · Ein Kundenportal mit Vertragsunterlagen läuft auf Servern in Deutschland, und weil dort Kundendaten liegen, besteht mit dem Hoster ein Auftragsverarbeitungsvertrag.

Monitoring

Das Monitoring ist die laufende, automatische Überwachung von Websites, Servern und Abläufen, etwa ob eine Seite erreichbar ist, ein Datenabgleich durchläuft oder Fehler auftreten. Weicht etwas vom Normalzustand ab, meldet sich das System per E-Mail oder Nachricht, oft bevor Nutzer das Problem bemerken.

Typisches Beispiel · Schlägt der regelmäßige Abgleich zwischen Website und Branchensoftware mehrmals hintereinander fehl, erhält das Team eine Fehlermeldung mit Ursache, während ein einzelner Aussetzer nur protokolliert wird.

Themenfeld

Dokumente & Finanzen

E-Rechnung

Eine E-Rechnung ist eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen wird und eine elektronische Verarbeitung ermöglicht, etwa als XRechnung oder ZUGFeRD. Ein einfaches PDF zählt nicht dazu. Inländische Unternehmen müssen E-Rechnungen seit 2025 empfangen können; die Pflicht zum Ausstellen für Rechnungen an andere inländische Unternehmen beginnt gestaffelt ab 2027.

Typisches Beispiel · Eingehende E-Rechnungen werden an einem festen Eingang automatisch geprüft, und Lieferant, Beträge und Positionen gelangen per Schnittstelle in die Buchhaltung, statt abgetippt zu werden.

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GoBD

Die GoBD sind die „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ des Bundesfinanzministeriums. Sie beschreiben, wie steuerlich relevante Daten elektronisch erfasst, unveränderbar aufbewahrt und bei Prüfungen bereitgestellt werden, einschließlich einer Verfahrensdokumentation.

Typisches Beispiel · Ein Dienstleister legt eingehende E-Rechnungen unverändert im Original ab und protokolliert, wer eine Rechnung wann geprüft und freigegeben hat.

Peppol

Peppol ist ein internationales Netzwerk mit einheitlichen Regeln für den Austausch elektronischer Geschäftsdokumente wie E-Rechnungen und Bestellungen. Absender und Empfänger sind jeweils über einen zugelassenen Peppol-Dienstleister angeschlossen und können sich so gegenseitig erreichen (Vier-Ecken-Modell). In Deutschland ist Peppol ein möglicher Übertragungsweg; das Gesetz schreibt keinen bestimmten vor.

Typisches Beispiel · Ein Lieferant schickt seine E-Rechnung über seinen Peppol-Zugang, und sie landet ohne Umweg über ein Mailpostfach direkt im Eingangssystem des Kunden.

Skonto und Dynamic Discounting

Skonto ist ein Preisnachlass, den ein Lieferant gewährt, wenn eine Rechnung innerhalb einer vereinbarten Frist bezahlt wird; beim Dynamic Discounting hängt die Höhe des Nachlasses davon ab, wie früh tatsächlich gezahlt wird. Je früher die Zahlung, desto höher der Abzug: Der Zahlende spart, der Empfänger kommt schneller an sein Geld.

Typisches Beispiel · Eine Spedition schickt einem Frachtführer ein Angebot zur früheren Zahlung gegen Skonto als befristeten Link, den er ohne Konto per Klick bestätigt.

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XRechnung

Die XRechnung ist ein deutscher Standard für E-Rechnungen, bei dem die Rechnung als reiner XML-Datensatz nach der europäischen Norm EN 16931 übermittelt wird. Sie enthält kein Bild der Rechnung; zum Lesen braucht es eine Software oder einen Viewer. Betreut wird der Standard von der Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT).

Typisches Beispiel · Ein Bauunternehmen, das für eine Behörde arbeitet, erzeugt seine Rechnung als XRechnung direkt aus der Auftragssoftware und reicht sie über den Weg ein, den der Auftraggeber vorgibt.

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ZUGFeRD

ZUGFeRD ist ein hybrides Format für E-Rechnungen: ein PDF/A-3-Dokument, das die Rechnung lesbar zeigt und zugleich die Rechnungsdaten als XML-Datei enthält. Als E-Rechnung gilt ZUGFeRD ab Version 2.0.1, ausgenommen die Profile MINIMUM und BASIC-WL. Entwickelt wurde das Format vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD).

Typisches Beispiel · Ein Planungsbüro archiviert ZUGFeRD-Rechnungen immer als komplette Datei mit XML-Teil, denn weichen PDF-Ansicht und Daten voneinander ab, sind die XML-Daten maßgeblich.

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Themenfeld

Branchenbegriffe

Aufmaß

Ein Aufmaß ist die Ermittlung der tatsächlich ausgeführten Mengen einer Bauleistung, zum Beispiel Quadratmeter Fliesen oder laufende Meter Leitung, als Grundlage für die Abrechnung. Wie gemessen wird, regeln der Vertrag und häufig die Abrechnungsregeln der VOB/C für das jeweilige Gewerk. Ein gemeinsames Aufmaß mit dem Auftraggeber beugt Streit vor.

Typisches Beispiel · Der Monteur misst vor Ort, trägt die Werte mit Skizze und Foto direkt in eine App ein, und die Mengen fließen ohne Abschreiben in die Rechnung.

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Bautagebuch

Ein Bautagebuch ist die fortlaufende Dokumentation des Geschehens auf einer Baustelle, etwa Wetter, anwesende Firmen und Personal, ausgeführte Arbeiten, Lieferungen, Behinderungen und besondere Vorkommnisse. Es dient als Nachweis, wenn später Fragen zu Verzögerungen, Mehrkosten oder Mängeln geklärt werden müssen.

Typisches Beispiel · Der Vorarbeiter erfasst die Tageseinträge samt Fotos am Smartphone direkt auf der Baustelle, statt sie abends aus Notizen nachzutragen.

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Bautenstand

Der Bautenstand ist der erreichte Fortschritt eines Bauvorhabens, gemessen an Bauabschnitten wie dem Beginn der Erdarbeiten, der Rohbaufertigstellung oder der Bezugsfertigkeit. Im Bauträgergeschäft ist er entscheidend, weil Abschlagszahlungen nach der MaBV an solche Bauabschnitte gebunden sind.

Typisches Beispiel · Die Bauleitung meldet einen erreichten Bauabschnitt mobil von der Baustelle mit Foto und Datum, und das Büro sieht sofort, welche Rate als Nächstes ansteht.

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eCMR (elektronischer Frachtbrief)

Ein eCMR ist der elektronische Frachtbrief für grenzüberschreitende Straßentransporte nach dem CMR-Übereinkommen. Grundlage ist ein Zusatzprotokoll zum CMR, dem Deutschland im Januar 2022 beigetreten ist; ein elektronischer Frachtbrief nach dem Protokoll ist dem Papierfrachtbrief gleichgestellt. Pflicht ist er nicht, und ob er auf einer Strecke nutzbar ist, hängt davon ab, welche Staaten beigetreten sind.

Typisches Beispiel · Der Fahrer lässt sich Übernahme und Ablieferung der Ware auf dem Smartphone bestätigen, und der Frachtbrief liegt sofort bei Spedition und Empfänger vor.

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Frachtenbörse

Eine Frachtenbörse ist eine Online-Plattform, auf der Verlader und Speditionen Ladungen anbieten und Frachtführer freien Laderaum melden, um beides zusammenzubringen. Sie beschleunigt die Vergabe, weil viele Transportunternehmen erreichbar sind. Zugleich nutzen Betrüger Frachtenbörsen, um sich als Phantomfrachtführer auf Ladungen zu bewerben.

Typisches Beispiel · Bevor eine Ladung an einen über die Frachtenbörse neu gefundenen Frachtführer geht, prüft die Disposition seine USt-ID, die EU-Lizenz und die Kontaktdaten.

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GAEB

GAEB ist ein Standard für den elektronischen Austausch von Leistungsverzeichnissen im Bauwesen, benannt nach dem Gemeinsamen Ausschuss Elektronik im Bauwesen. Ausschreibungen, Angebote und Aufträge werden als strukturierte Dateien übergeben, sodass Positionen, Mengen und Preise ohne erneute Eingabe in die Kalkulationssoftware gelangen.

Typisches Beispiel · Ein Ausbaubetrieb liest das Leistungsverzeichnis einer Ausschreibung als GAEB-Datei in seine Kalkulation ein, trägt die Preise ein und gibt das Angebot im selben Format zurück.

Lieferavis

Ein Lieferavis ist eine Vorabinformation des Lieferanten an den Empfänger, dass eine Sendung unterwegs ist, mit Angaben wie Inhalt, Mengen, Packstücken und voraussichtlicher Ankunft. Im EDIFACT-Standard heißt diese Nachricht DESADV. Der Empfänger kann so Wareneingang, Rampe und Personal vorausplanen.

Typisches Beispiel · Ein Lager erhält das Lieferavis vor dem Lkw, plant danach die Rampe ein und gleicht die angekündigten Mengen beim Wareneingang automatisch mit der Lieferung ab.

MaBV

Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) ist eine Verordnung zum Gewerberecht, die unter anderem regelt, wann ein Bauträger Abschlagszahlungen vom Käufer entgegennehmen darf: grundsätzlich erst, wenn die Voraussetzungen nach § 3 Abs. 1 MaBV wie die Vormerkung im Grundbuch erfüllt sind, und dann in bis zu sieben Teilbeträgen entsprechend dem Bauablauf. Das schützt Käufer, die zahlen, bevor das Gebäude fertig ist.

Typisches Beispiel · Software kann vor jedem Ratenabruf prüfen, ob Bautenstand und Voraussetzungen erfüllt sind, und das Abrufschreiben revisionssicher ablegen.

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Phantomfrachtführer

Ein Phantomfrachtführer ist ein Transportunternehmen, das es in dieser Form gar nicht gibt: Die Täter nutzen eine gestohlene oder erfundene Firmenidentität, übernehmen eine Ladung ganz regulär und verschwinden damit. Das Phänomen ist eng verwandt mit der Scheinspedition. Bis die Ware beim Empfänger fehlt, wirkt alles wie ein normaler Transport.

Typisches Beispiel · Eine Spedition prüft jeden neuen Frachtführer vor der ersten Vergabe nach festen Regeln und lässt Warnzeichen wie Wegwerf-Mailadressen oder eine unpassende Bankverbindung automatisch markieren.

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TMS (Transportmanagementsystem)

Ein TMS (Transportmanagementsystem) ist eine Software für Speditionen und Transportunternehmen, mit der Aufträge erfasst, Touren geplant, Transporte verfolgt und abgerechnet werden. Es bildet das Kerngeschäft der Disposition ab und ist oft mit Telematik, Buchhaltung und den Systemen von Kunden verbunden.

Typisches Beispiel · Eine Spedition behält ihr TMS für Aufträge, Touren und Abrechnung und bindet die Prüfung neuer Frachtführer und den Belegeingang per Schnittstelle an.

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Stand: Oktober 2026. Die Einträge zu Recht und Steuern sind allgemeine Informationen und keine Rechts- oder Steuerberatung.

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